Spinnler

027.7 Zeitschrift für Bibliothekskultur 1,2 (2013): Die Farbe des Katalogs, S. 58-66.

DOI: 10.12685/027.7-1-2-31

ISSN: 2296-0597

Die Diktatur der Suchmaschinen

Alice Spinnler-Dürr

The search engine is the gate-keeper to content. If content cannot be found then it does not exist.

And determining what content will be accessed is the real power in the information cloud.

Karen Coyle

Abstract

Die „Googlisierung“ mit ihren Algorithmen hat sich in der Bibliothekswelt breit gemacht. Die Einschlitzsuche scheint notwendig geworden zu sein, damit die BenutzerInnen auch im Bibliothekskatalog einfach und schnell ihre Informationen finden können. Bei näherer Analyse erweist sich dies als Illusion, denn auch mit der Einschlitzsuche ist ein grosser Teil der BenutzerInnen überfordert. Dafür werden sinnvolle Suchmöglichkeiten (zum Beispiel Erweiterte Suche und Indexsuche), die ergänzend zur Einschlitzsuche benutzt werden könnten, ausrangiert. Der in diesem Artikel entworfene „OPAC 2000plus“ versucht, die alten Tugenden mit den neuen Möglichkeiten, die die Suchmaschinentechnologie bietet, zu vereinen.

„Googlisation“, i.e. the use of algorithms, has spread more and more widely in the library world. Single search features seem to be necessary, since they allow users of library catalogues to easily find the information they need. A closer look however reveals this assumption to be an illusion: A great part of the users are still unable to cope with the single search. At the same time, useful supplementary alternatives like extended search and indexed search are being discarded more and more. The article suggests that old and new search possibilities could be united in a catalogue called „OPAC 2000plus“.

1. Das Zeitalter der Algorithmen [1]

Wir leben gegenwärtig in einer algorithmischen Welt. Algorithmen bestimmen nicht nur, wie wir unsere Arbeit erledigen sollen, sondern haben Einfluss auf unser gesamtes Denken und Sein. Als kulturelle, von Menschen geschaffene Artefakte klassifizieren, hierarchisieren und ordnen sie Menschen, Orte, Objekte und Ideen. Eigentlich sollten Computer uns unterstützen, die Welt zu verstehen, aber in der algorithmischen Kultur entscheiden sie massgeblich, wie die Welt gesehen und verstanden wird, indem sie ihr autoritativ eine Ordnung zuweisen. „It’s not only that cultural work is becoming algorithmic; cultural life is as well“ (Striphas 2011b:2).

Da die zugrunde liegenden Algorithmen nur zum Teil offen gelegt werden, bleiben wesentliche Elemente geheim und sind Eigentum ihrer Erfinder, so dass die Ergebnisse nicht überprüft werden können. Dies gilt im besonderen Masse für Internet-Suchmaschinen, kann aber bedingt auch auf Discovery Tools in Bibliotheken übertragen werden, weil auch hier die BenutzerInnen und sogar die BibliothekarInnen nicht mehr durchschauen können, weshalb etwas angezeigt wird und weshalb nicht, oder wie das Relevanzranking eingestellt ist. Der Relevanzalgorithmus von Suchmaschinen verleiht den Resultaten durch den Akt des Ordnens und Festlegens der Reihenfolge eine gewisse Autorität, Vertrauenswürdigkeit und den Anschein von Objektivität.

Dieser Glaube ist weit verbreitet. Denn besonders bei den Internet-Suchmaschinen (Google, Yahoo et cetera), die mittels Werbung für ihre Erfinder zur Goldgrube werden, stimmt dies immer weniger. Hier gilt: Wer bezahlt, beeinflusst das Ranking. Durch ihre Potenz, eine Liste mit Treffern zu generieren, validieren die Suchmaschinen ihre eigenen Resultate. In dieser rekursiven Schlaufe müssen die NutzerInnen blindes Vertrauen in den Suchalgorithmus, sei es von Google, Datenbanken wie JSTOR oder des Discovery Tools der Bibliothek haben, und folglich auch in die Menschen, die diese Algorithmen entwickeln. Indem Algorithmen den Suchprozess steuern, bestimmen sie, welche Informationen überhaupt gefunden und folglich auch bekannt und verbreitet werden. Sie sind deshalb massgebend an der Wissensaneignung beteiligt:

„By shaping the processes through which information is found, and by extension, becomes known, search algorithms perform an epistemological function. By structuring the discovery of information, search algorithms express a form of Foucaultian disciplinary power that provides the scaffolding for how students complete their academic work and profoundly structures the way students acquire knowledge. The secrecy inherent to these search processes and tools should therefore be critically addressed by educators and students alike.“ (Asher 2011:3f) [2]

Die Algorithmen der Suchmaschinen können noch mehr. Ihr Zweck ist offensichtlich das Sammeln von Informationen. Aber nicht nur die erwünschten Inhalte von Webseiten, sondern auch klammheimlich Informationen über ihre Nutzer. Jeder Klick wird registriert und für das individuelle Benutzerprofil ausgewertet. So lassen sich die Benutzer unbeabsichtigt instrumentalisieren und in die Rolle von Informationslieferanten drängen. Diese Informationen können dann teuer verkauft werden. Kein Wunder, dass die Suchmaschinenhersteller an Transparenz nicht interessiert sind (Röhle 2007:138f). [3]

Noch gehört der Markt nicht allein den kommerziellen Anbietern. Noch gibt es Bibliotheken, die für die Beschaffung und Vermittlung wissenschaftlicher Informationen eigene Tools entwickeln oder Open Source-Produkte fördern. Wie lange sie sich das noch leisten können ist jedoch fraglich, denn der Ressourcenaufwand ist beträchtlich. Immer mehr Bibliotheken müssen sich aus diesem Entwicklungsprozess ausklinken, weil Personal und finanzielle Mittel fehlen.

2. Einschlitzsuche oder die „Googlisierung“ der Informationssuche

Das Prinzip des geringsten Aufwands, das vom Sprachwissenschaftler George Zipf eingeführt wurde, dürfte zu den bekanntesten Prinzipien in der Informationswissenschaft gehören. Nach Bates (vgl. Calhoun 2006:25) werden überwiegend diejenigen Informationen verwendet, die am einfachsten zu finden sind, und damit bewusst auch Informationen von minderer Qualität und fraglicher Vertrauenswürdigkeit in Kauf genommen:

„I pretty much pick the least amount of work necessary. If I don’t have access to it, I search for something else.“ Senior, Women’s Studies (Duke 2011:6)

Google bildet demzufolge auch den ersten Einstieg in die Literatur- und Informationssuche für Studierende, was unzählige Studien belegen. Im Projekt ERIAL [4] (Asher 2011) nutzten 88% der interviewten StudentInnen Google als Ausgangspunkt für ihre akademischen Recherchen, dreimal häufiger als JSTOR, welches auf Platz zwei liegt. Auch gemäss einer dänischen Feldstudie von 2006 (Akselbo et al. 2006:15-19) wird der Bibliothekskatalog meist nur genutzt, um die Titel zu besorgen, sei es als Ausleihe, Volltext oder Fernleihe. Für die eigentliche Literatursuche werden mehrheitlich Quellen ausserhalb der Bibliothek hinzugezogen: Google, das Literaturverzeichnis eines schon bekannten Titels (Studierende) oder akademische Netzwerke (Lehrkörper). Bei FachexpertInnen und Literaturverzeichnissen wird die Adäquatheit und Qualität der Informationen vorausgesetzt – eine Evaluation erübrigt sich. Die Quellen in Google hingegen werden zwar von einer Mehrheit der StudienteilnehmerInnen als nicht sehr verlässlich eingestuft. Aber objektive Kriterien für die Bewertung von Internetressourcen sind kaum bekannt. Die Qualität von Informationen als subjektives Konzept und vielleicht sogar ganz generell eine unkritische Sicht auf Information sollte nachdenklich stimmen (vgl. Taylor 2012).

Von den 60 Suchprozessen (ein Suchprozess kann mehrere Schritte und Suchbegriffe umfassen), die mit Interviews in ERIAL erfasst wurden, sind 80% thematische Suchen, also Suchen nach unbekannten Informationen (siehe auch Yu/Young 2004:169). Die Mehrheit dieser Suchen werden als simple Stichwortsuchen durchgeführt.

Die einfache Google-Suche mit der Anzeige der vermeintlich relevantesten Treffer zuoberst auf der ersten Seite wirkt sich ganz subtil auf die akademische Suche aus. Sie weckt nämlich die Erwartungshaltung unter den Studierenden, dass Informationssuche auch in Bibliothekskatalogen so niederschwellig sein müsse: ein Suchschlitz, der schnell und unkompliziert unterschiedlichste und dazu noch relevante Informationen erschliesst. Daraus folgt ein überhöhtes Vertrauen in die simple Stichwortsuche.

Im Gegensatz zu Google bieten die neuen Bibliotheksplattformen vielfältige Möglichkeiten an, um die Trefferliste mittels sogenannter Facetten einzugrenzen und zu filtern. Wie eine Umfrage der Bibliothek des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) anlässlich der Implementierung von Primo Central gezeigt hat, werden auch noch 2012 die komplexeren Suchmöglichkeiten wie auch die Eingrenzungsmöglichkeiten via Facetten schlecht genutzt. Von den 20 Facetten wurden, falls überhaupt, selten mehr als zwei verwendet. Aber auch die Möglichkeiten der Einschlitzsuche wurden ungenügend genutzt, gab doch eine Mehrheit der BenutzerInnen nur einen Suchbegriff ein (vgl. Mönnich 2013:14). Wenn Facetten als Eingrenzungsmöglichkeiten überhaupt genutzt werden, so werden zu mehr als 50% inhaltsrelevante Facetten angeklickt (vgl. Pernell 2007:9).

Die einfache Suche ergibt in der Regel zu viele oder zu wenige Treffer. Beides weist auf ein fehlendes Verständnis hin, wie Information organisiert ist und wie eine effektive Suche aufgebaut sein sollte. Praktisch alle interviewten StudentInnen im ERIAL-Projekt hatten Schwierigkeiten, die Ergebnisse zu bewerten und einzugrenzen oder gegebenenfalls zu erweitern. Bei unbefriedigenden Resultaten änderten sie gewöhnlich ihre Suche, indem sie entweder neue Suchbegriffe eingaben oder in eine andere Datenbank wechselten, anstatt komplexere Suchwerkzeuge zu benutzen oder die Suche zu verfeinern beziehungsweise zu erweitern. Aufgrund ihrer Erfahrungen mit Google hofften die StudentInnen vermutlich, diejenigen magischen Begriffe zu finden, die die gesuchte Information wundersam in einer übersichtlichen Liste erscheinen lassen. Diese Suchweise ist iterativ und nicht determinativ und verführt dazu, weitere und weniger akkurate Suchbegriffe einzugeben.

So konditioniert Google die Studierenden darauf, dass Informationssuche immer „Google-like“ sein muss (vgl. Vaidhyanathan 2011:189f), wie auch Asher ausführt:

„I basically throw whatever I want into the search box and hope it comes up. (...) But it’s like Google and I use it like Google. I don't know how to use it any other way.“ (Asher 2011:2)

Solche vermeintlich einfachen Suchmöglichkeiten können die Qualität der Suche jedoch mindern. Denn sie verstärken das unreflektierte Suchen, das sich dann negativ auf die wissenschaftliche Arbeit auswirken kann, wie die Ergebnisse von ERIAL zeigen.

Für qualifiziertere Arbeiten benutzen die StudentInnen auch bibliografische Fachdatenbanken, die von der Bibliothek angeboten werden – bevorzugt solche, die sie von früheren Suchanfragen kennen, auch wenn diese für ihre Fragestellung nicht besonders geeignet sind. [5] So ist JSTOR bei den StudentInnen von Illinois nach Google die beliebteste Datenbank. Sie wurde fünfmal mehr und von doppelt so vielen BenutzerInnen verwendet wie die zweitplatzierte Datenbank Academic Search Premiere. JSTOR ist eine multidisziplinäre Volltextdatenbank, einfach zu benutzen und gilt zu Recht als vertrauenswürdig, vorausgesetzt der/die BenutzerIn hat sich über Umfang und Inhalt informiert. Zu Denken sollte aber geben, dass das grosse Handicap von JSTOR, nämlich die Beschränkung auf ältere Jahrgänge, den Studierenden gar nicht aufgefallen ist. So zeigt die Beliebtheit von JSTOR deutlich, dass in der algorithmischen Kultur Simplizität bevorzugt wird, auch wenn dies auf Kosten von Aktualität, Qualität und Wissenschaftlichkeit geschieht.

3. Qualitative respektive ethnographische versus quantitative Benutzerforschung

Verlässt man sich auf die quantitative BenutzerInnenforschung, so kommt man leicht zu dem Schluss, dass die Einschlitzsuche den optimalen Sucheinstieg bietet, weil die NutzerInnen mit der Suche im klassischen OPAC überfordert sind und sich an die einfache Suche à la Google gewöhnt haben. So wurden auch im Bibliotheksbereich neue Suchwerkzeuge basierend auf Suchmaschinentechnologie entwickelt: ein Suchschlitz, egal ob für Bücher, Aufsätze oder einzelne Kapitel, zuoberst mit den vermeintlich relevantesten Titeln gemäss suchmaschineneigenem Algorithmus. So kann die gewünschte Literatur einfach, schnell und ohne mühsame Denkarbeit gefunden werden. In quantitativen Untersuchungen wird zwar ersichtlich, wie die NutzerInnen suchen, nämlich im Google-Stil, nicht aber, ob sie mit den Ergebnissen auch zufrieden sind.

Qualitative Benutzerumfragen, dazu gehören auch die ethnographischen [6] BenutzerInnenstudien, ergeben aber ein anderes Bild, wie das oben erwähnte ERIAL-Projekt zeigt. Die Studie „Frustration im Information Seeking“ beschäftigt sich zwar mit der Google-Suche im Internet, aber die Ergebnisse können bis zu einem gewissen Grad [7] auch auf die neuen Bibliothekskataloge, in denen die Einschlitzsuche dominiert, übertragen werden: sie zeichnen sich durch eine hohe Trefferzahl und häufig wenig relevante Ergebnisse aus, zudem werden Facetten aus Unkenntnis nicht verwendet.

Pätsch umschreibt dies in ihrer Studie mit „kontextueller Datenqualität“:

„Oft brachte die Suchanfrage zwar zahlreiche Treffer, aber nicht das für den Kontext der Aufgabe passende Ergebnis. Die Nutzer schlossen aus den Treffern entweder, dass die Informationen überhaupt nicht im Internet vorhanden seien, oder stellten nur fest, dass die Ergebnisse für ihre Bedürfnisse irrelevant seien. (…) Selbst wenn die Qualität der gezeigten Treffer in Ordnung ist, bleibt die ‘Informationsüberflutung’ durch die hohen Trefferquoten problematisch.“ (Pätsch 2011: 62f)

Wenn in der Ergebnisliste aufgrund der Menge eine Priorisierung der Treffer vorgenommen werden soll, entstehen schnell Gefühle der Überforderung (vgl. Pätsch 2011:64).

Diese Überforderung wird auch von TeilnehmerInnen der ERIAL-Studie beklagt:

„Just finding ways to narrow down, there was just so much information (...) how do I weed out what my specific topic is from the general larger topic? (...) How do I find specifically my information when there's not a book titled [on] this topic? So, I guess just being overwhelmed with the amount of literature out there [that] doesn’t really relate to my topic and how do I pull my stuff out of it? ‘Cause I feel like I was very much kind of blindly branching out and a lot of times by chance finding things and then going on from there.“ (Asher/Duke 2012:74)

4. Weg mit alten Zöpfen?

Die Einschlitzsuche wird von den BenutzerInnen ohne Wenn und Aber bevorzugt. Soll die „Erweiterte Suche“ nicht endlich verschwinden, weil es doch nur noch die BibliothekarInnen sind, die sich von Liebgewordenem und Altvertrautem nicht trennen wollen? Christensen fordert deshalb von den BibliothekarInnen die Bereitschaft, sich von eigenen Vorstellungen zu lösen:

„Nichtsdestotrotz werden bestimmte Konsequenzen, die sich aus diesem Wissen [8] ergeben, nicht oder nur sehr zögerlich gezogen, wie zum Beispiel der Verzicht auf erweiterte Suchmasken (...)“ (Christensen 2013a:40).

BenutzerInnen erwarten auch in Bibliothekskatalogen eine Suche à la Google: einfache, umfassende Suchen mit hoch relevanten Treffern und cleveren Mehrwertfunktionen (Christensen 2013b:3).

Muss deshalb die „Erweiterte Suche“ verschwinden? Es wird niemand gezwungen, diese zu benutzen. Der meist sehr klein gehaltene Link stört niemanden. Aber die BenutzerInnen, die wirklich relevante Literatur finden wollen, sind froh, dass es diesen Link noch gibt. Klar ist aber auch, dass eine Einschlitzsuche angeboten werden muss, damit die Studierenden nicht nur Google, sondern auch Bibliothekskataloge benutzen. Präzise Suchmöglichkeiten sollten aber beibehalten werden:

„We might not want our students to use Google all the time, but giving them Google-like simplicity in the library interface – on top of functionality that supports precision searching and advanced forms of browsing – would certainly be desirable“ (Foster/Gibbons 2007:77).

Auch Miksa (2012:26f) stellt die Frage, ob es sinnvoll oder überhaupt möglich ist, nur einen Zugriff auf den Katalog anzubieten, der alle Bedürfnisse abdeckt und den Fähigkeiten aller BenutzerInnen entgegenkommt. Bedeutet Katalogentwicklung, dass es nur noch einen Zugriff für alles und alle gibt? Alle Umfragen und Zugriffsstatistiken deuten darauf hin, dass nur ein geringer Prozentsatz der BenutzerInnen die unterschiedlichen Funktionalitäten des Katalogs wirklich ausschöpft oder bereit ist, sich diese Fähigkeiten anzueignen. Sollte sich die Katalogentwicklung nicht auf diese „Power User“, die ein wirkliches Interesse am Katalog und am eigentlichen Bibliotheksbestand haben, konzentrieren, und für die Mehrheit einen einfachen Zugriff ermöglichen, bei dem die schwerwiegendsten Nachteile der alten OPACs behoben sind? Dann wären alle BenutzerInnen glücklich und zufrieden, weil sie das suchen, respektive finden können, was sie benötigen, sei es aufgrund des Rankings der Suchmaschine, sei es durch eine präzise Suche gemäss eigener Suchstrategie.

5. Aus zwei mach eins – der OPAC 2000plus

Die alten OPACs haben bekanntermassen ihre Defizite, die speziell für ungeübte KatalogbenutzerInnen sehr frustrierend sein können. Seit dem Aufschalten der ersten OPACs in den 1980er Jahren hat die Informationstechnologie sehr grosse Fortschritte gemacht, was sich auch in der Informationssuche in Bibliothekskatalogen niederschlagen sollte. Wiesenmüller (2011) fordert zu Recht, dass die Mängel der alten OPACs zum Nutzen der BenutzerInnen behoben werden müssen:

  • Reduzierung des Scheiterns von „Known-item searches“
  • bessere Nutzung von Erschliessungsdaten und den damit verknüpften Normdaten
  • bessere Unterstützung von Browsing und „entdeckendem Suchen“
  • Entwicklung von Standards und Best-Practice Beispiele für die koordinierte und kooperative Weiterentwicklung von Bibliothekskatalogen

Die neuen, auf Suchmaschinentechnologie basierenden Kataloge besitzen das Potential, sich zu einem OPAC der Zukunft zu entwickeln. Charakteristische Features der neuen Kataloge sind:

  • Ranking der Treffer nach Relevanz
  • Suchverfeinerung über Drill-Down-Menüs (via unterschiedliche Facetten)
  • Web 2.0 Elemente (RSS-Feeds, Mashups, Empfehlungen et cetera)

Die neuen Kataloge haben schon einige der an die alten OPACs gerichteten Forderungen umgesetzt, aber bei der besseren Unterstützung von Browsing und explorativem Suchen hapert es noch, genauso bei der Einbeziehung von Normdaten durch Eingrenzen auf Unterbegriffe, Erweitern auf Ober- und verwandte Begriffe oder von Ländercodes und Systematik im Falle der Gemeinsamen Normdatei (GND).

Nicht nur im deutschsprachigen Raum steckt die Einbeziehung von Thesauri-Strukturen in den Kinderschuhen, auch im englischen Sprachraum wird dies für die Library of Congress Subject Headings (LCSH) bemängelt. So forderte Ed O’Neill am IFLA Satellitenmeeting „Beyond Libraries – Subject Metadata in the Digital Environment and Semantic Web“ 2012 in Tallinn (Estland), dass die Relevanz und die Zugänglichkeit von Normdaten erhöht beziehungsweise vereinfacht werden müssen, indem die Suche in und mit Normdaten zwischen NutzerInnen und bibliografischen Daten geschoben wird, wenn diese bibliothekarischen Autoritätsdaten im Semantic Web eine aktive Rolle übernehmen sollen (Junger 2012:3).

Im Information Retrieval haben Google und Co. zwar die Nase vorn, aber in puncto Normdaten haben die Bibliotheken einen Vorsprung, den sie sich nicht nehmen lassen sollten. Technische Innovationen und Umsetzungen sind nun gefragt.

Wie es die BenutzerInnen vom Web her gewöhnt sind, sollten zu einer gefundenen Titelaufnahme weitere interessante Medien, Themen, Personen oder externe Quellen angeboten werden. Bibliothekarische Erschliessungsdaten mit ihren vielfältigen Informationen und Beziehungen sind dafür bestens ausgerüstet. Mittels „Linked Open Data“ und anderen Semantic Web-Techniken kann die Zahl der Verknüpfungen noch erhöht werden (vgl. Wiesenmüller 2012:96-99).

Die einfache Suche mit nur einem Suchschlitz und computerlinguistischen Methoden, um unpräzise Eingaben auszugleichen, deckt einen Teil der NutzerInnenbedürfnisse ab. Aber auch denjenigen BenutzerInnen, die den Wert der präzisen Suche schätzen, muss die Möglichkeit geboten werden, ihre Recherche nach ihren Vorstellungen durchführen zu können. Denn genau wie null Treffer kann auch eine hohe Trefferzahl ohne relevante Titel frustrieren. So sollte es in der „Erweiterten Suche“ die Möglichkeit geben, bei Bedarf „exakte Suche“ anklicken zu können. Auch sollte es durch Anklicken ein oder mehrerer Schlagwörter in einer Titelaufnahme eine neue Suche ausgelöst werden können. Denn die Suche ausgehend von einem bekannten Titel ist eine beliebte Suchstrategie (Akselbo et al. 2006: 15f). Die Themenfacette ohne Unterteilung, meist nicht einmal alphabetisch, sondern nach Häufigkeit angeordnet, ist unübersichtlich und sollte in die einzelnen Schlagwortkategorien aufgeteilt werden. Für diejenigen BenutzerInnen, die den Nutzen von Facetten kennen, ist dies eine wertvolle Unterstützung.

Die Voraussetzungen für einen Katalog, der das Beste aus beiden Welten vereint – gut strukturierte Meta- und Normdaten sowie innovative Informationstechnologien – sind vorhanden, aber bisher nur teilweise umgesetzt. Bei kommerziellen Anbietern wie Ex Libris und OCLC sind die Mitsprachemöglichkeiten eingeschränkt. Bei Eigenentwicklungen hemmen fehlende finanzielle und personelle Mittel weitergehende Innovationen, denn neben dem Retrieval müssen noch Ausleihfunktionen, Mashups, Applikationen für Sonderbestände, Mobile Apps et cetera entwickelt werden. Eine Bibliothek oder ein Verbund kann dies nicht mehr alleine bewältigen. Kooperation ist hier gefragt, wobei administrative Hürden über Verbundgrenzen hinweg überwunden werden müssen.

Die optimale Suchoberfläche für die neuen Bibliothekskataloge ist folglich eine Kombination aus OPAC und den neuen, auf Suchmaschinentechnologie basierenden Katalogen – der OPAC2000plus.

6. Wo bleibt die Qualität?

Nicht nur Studierende auf Bachelor-Stufe recherchieren „quick and dirty“, sondern auch MasterkandidatInnen und Doktorierende. Was hat dies für Auswirkungen auf die Forschung? Im Gespräch haben ProfessorInnen der Universitäten Basel und Zürich (Psychologie, Medizin, Informatik) erwähnt, dass die Online-Verfügbarkeit ein wichtiges Kriterium sei. Ältere Aufsätze, die nur gedruckt in der Bibliothek einsehbar respektive ausleihbar sind, werden nicht wahrgenommen und konsultiert. Studien werden so wiederholt, ohne die Chance zu Verbesserungen zu nutzen. Jedes Jahr muss eine beträchtliche Anzahl wissenschaftlicher Artikel zurückgezogen werden (vgl. Fang/Steen/Casadevall 2012), die Tendenz ist steigend.

Für die Bibliotheken stellt sich die Frage, ob sie mit der Fokussierung auf die Einschlitzsuche diesen Trend nicht unterstützen. Informationssuche muss nicht immer einfach und schnell sein, denn sie ist Bestandteil der wissenschaftlichen Kompetenz und muss ebenso erworben werden wie Methoden und Theorien einer Wissenschaftsdisziplin.

In einer Zeit, in der einerseits die Geldmittel knapper und andererseits ethische und rechtliche Forschungsauflagen zahlreicher werden, dürfte der Nachweis, dass ein Thema gut und umfassend recherchiert worden ist, einen höheren Stellenwert gewinnen. Eine Vorlage dazu dürfte die chemische Industrie liefern. So müssen in der Schweiz ForscherInnen, die für ihre Versuche Labortiere benutzen möchten, nachweisen, dass sie gewissenhaft recherchiert haben, ob es nicht alternative Methoden gibt. [9]

Recherchekenntnisse werden auch in der Wirtschaft immer gefragter und allmählich zu einem Kriterium für erfolgreiches Handeln. An der Queens und der Brooklyn Public Library (beide in New York) wird unter dem Titel „Financial Literacy: StartUP! Business Plan Competition“ ein Wettbewerb angeboten, in dem „the effective use of business information and research“ ein Bewertungskriterium ist (Krüger/ Krähling 2013:9).

7. Fazit: Was Hänschen nicht lernt…

OPAC wie Discovery Tool ermöglichen den Zugriff auf Bibliotheksbestände oder auf von der Bibliothek lizenzierte Produkte. OPAC ist ein neutraler Begriff: Online Public Access Catalog. Discovery Tool hingegen nicht, wird doch der Fokus auf das „Entdecken“ gelegt. Jedoch entdecken die BenutzerInnen nicht, was vorhanden ist, sondern meist nur das, was das Discovery Tool mittels seiner nicht offen gelegten Algorithmen anzeigt. Bei Titeln, die selten verlangt werden, oder bei Themen, die mit höchstens einer Handvoll Titel im Bestand nachgewiesen sind, ist die Chance, entdeckt zu werden, gering.

Gutes und exaktes Recherchieren wird hingegen immer wichtiger. Bibliotheken sind in der Pflicht, gute Recherche-Tools anzubieten, um die gehobenen Ansprüche von Wissenschaft und Wirtschaft zu erfüllen. Dem kann entgegengehalten werden, dass die Literatur für wissenschaftliche Arbeiten nicht im Bibliothekskatalog, sondern in Datenbanken gesucht werden muss. Für die Suche im Katalog genügt folglich die Einschlitzsuche à la Google und dafür bedarf es keiner Schulungen. Ganz im Gegenteil: Die Studierenden sollten sich schon zu Beginn ihres Studiums erste Kenntnisse in der Informationssuche aneignen können. Denn wer in einem Bibliothekskatalog, der gleiche Features wie bibliografische Datenbanken (Erweiterte Suche, Facetten, Thesauri) anbietet, recherchieren kann, und versteht, wie Informationen organisiert sind, findet später auch die für seine Arbeit relevante Literatur.

[1] Dieses Kapitel basiert auf Asher 2011; vgl. auch Striphas 2011a und 2011b.
Die recht farbenfrohen Titel der einzelnen Kapitel sind absichtlich gewählt. Eine Suchmaschine kann dort allerhand entdecken, aber ob die Mehrheit der BenutzerInnen mit diesem Treffer in ihrer Ergebnisliste glücklich werden würde? Vielleicht wird es in absehbarer Zeit Richtlinien für suchmaschinenkonformes Betiteln geben? Inhalte von E-Books werden schon heute, nicht an das Suchmaschinen-, sondern an das Leseverhalten angepasst (vgl. Pressetext Nachrichtenagentur 2012).

[2] Siehe auch Vaidhyanathan 2011:182-198.

[3] Siehe auch Röhle 2010.

[4] „The Ethnographic Research in Illinois Academic Libraries (ERIAL) Project is a two-year study of the student research process. (...) The goal of the project is to understand how students do research, and how relationships between students, teaching faculty and librarians shape that process. ERIAL is also an applied study – that is, research pursued with the purpose of uncovering, understanding and addressing social problems. As such, its goal is to use the results to develop more user-centered library services.“ http://www.erialproject.org/project-details/background/ [Stand: 23.09.2013].

[5] Seit in Bibliographien per Computer, zuerst auf CD-ROM, später im Internet, recherchiert werden kann, hat sich diesbezüglich anscheinend nicht viel verändert, trotz der heutigen Generation der Digital Natives. Denn schon 1995 konnte festgestellt werden, dass BenutzerInnen in fachfremden Datenbanken recherchierten (Spinnler 1995).

[6] Siehe auch Foster/Gibbons 2007; weitere Studien in Haas, 2012.

[7] Alle BenutzerInnenstudien, ob qualitativ oder quantitativ, bilden immer den Status quo ab und lassen sich nicht ohne weiteres eins zu eins in die Zukunft oder auf andere Bibliotheken übertragen. Sie sind Momentaufnahmen für diese bestimmte Bibliothek, an diesem Ort zu dieser Zeit. Trotzdem lassen sich aber Rückschlüsse auf die eigene BenutzerInnenschaft ziehen, immer natürlich unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten (vgl. Seadle 2007:615f).

[8] Aufgrund von Benutzerstudien (Anm. der Verf.).

[9] Siehe Kursangebot der Universität Zürich, Institut für Labortierkunde, LTK-Modul EGA – Ethik – Gesetzgebung – Alternativmethoden/3Rs [Stand: 24.09.2013]. Die Universitätsbibliotheken Basel, Universität Irchel und ETH haben gemeinsam die Einführung in die Literatursuche durchgeführt. Dieser Kurs wird jährlich wiederholt.

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Alice Spinnler-Dürr, lic. phil. ist Fachreferentin für Ethnologie, Kulturanthropologie und Geographie sowie Leiterin der Sacherschliessung an der Universitätsbibliothek Basel, Schönbeinstrasse 18-20, CH-4056 Basel, Tel. +41 61 267 3119, E-Mail: alice.spinnler@unibas.ch