Tannhof

027.7 Zeitschrift für Bibliothekskultur 1,1 (2013), S. 5-13.

DOI: 10.12685/027.7-1-1-10

ISSN: 2296-0597

Das deutsche wissenschaftliche Bibliothekswesen jenseits der Bibliothek 2.0 – Zukunft jetzt gestalten

Werner Tannhof

Abstract

Ausgehend von zwei unterschiedlichen Einschätzungen zur Bedeutung der Bibliothek 2.0 für das wissenschaftliche Bibliothekswesen, werden einzelne Aspekte dieses Ansatzes anhand von ausgewählten Beispielen (Auskunft, Informationskompetenz, Katalog, Kommunikation) kritisch diskutiert und ihre Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Hochschulbibliotheken dargelegt. Darauf aufbauend erfolgt eine Zusammenstellung einiger wichtiger Herausforderungen vor denen deutsche Bibliotheken stehen und möglichen Lösungsstrategien (Erwerbung, Katalog, Lernort, Informationskompetenz, Auskunft, Metadaten, Organisation, Personaleinsatz, Ausbildung) für die bibliothekarische Arbeit.

The starting point of this article are two different appraisals of the significance of the library 2.0-concept for academic librarianship. Specific aspects are critically discussed based on selected examples (such as reference, information literacy, catalogue, communication) and their impact for the development of German university libraries is outlined. On this basis the most important challenges for German academic libraries and possible solutions will be identified (concerning acquisition, catalogue, learning commons, information literacy, reference, meta data, organisation, staff assignment and professional training).

1. Einleitung [1]

Zwei aktuelle Aufsätze, die sich mit der Bibliothek 2.0 [2] beschäftigen, geben Anlass, sich mit Ergebnis und Wirkung auf das wissenschaftliche Bibliothekswesen in Deutschland auseinanderzusetzen. Dabei wird unter anderem auch zu fragen sein, ob das Konzept der Bibliothek 2.0 den gegenwärtigen Herausforderungen, vor denen die Hochschulbibliotheken stehen, nachhaltig gerecht werden kann.

Obwohl Coffman (2012) in seiner Fundamentalkritik des Bibliothekswesens in den letzten 50 Jahren den Aspekt der Library 2.0 auf den Katalog 2.0 (Ranking, Tagging) und die Social Media-Kanäle viel zu vereinfachend reduziert und ein Scheitern der Bibliotheken in sechs weiteren zentralen Bereichen konstatiert (vgl. Tannhof 2012), so ist seine Begründung nicht von der Hand zu weisen: „It’s because libraries are preeminently local institutions and our websites attract a limited number of people primarily from the local community. […] we lack the critical mass of users needed to create and sustain robust online interaction and communication.“ (Coffman 2012) Kwanya, Stilwell und Underwood (2012) vergleichen in ihrer Arbeit die historisch abgeleiteten, letztlich aber theoretischen Konstrukte von insgesamt neun Bibliotheksdienstleistungsmodellen von der „traditional“ über die „embedded“ und „digital“ bis hin zur „library 2.0“ (seit dem Jahre 2005), und sie kommen zu dem Ergebnis: „Library 2.0 seems to be the model that stands a higher chance of accuracy meeting these emerging users’ expectations adequately. The model, however, cannot be considered to be the single magic bullet to alleviate all the challenges currently facing libraries.“ (Kwanya/Stilwell/Underwood 2012:158)

2. Bibliothek 2.0

2.1 Definition

Als Ausgangspunkt dessen, was hier unter Bibliothek 2.0 zu verstehen ist, soll die Definition in der Einleitung des Themenheftes der Zeitschrift „Bibliothek. Forschung Praxis“ genügen: „Bibliothek 2.0 [ist] eine Bewegung bzw. deren Markenname. Als Basis der Definition dient […] das Web 2.0. Ein Definitionsansatz besagt, dass die Bibliothek 2.0 die Ideen und Prinzipien des Web 2.0 auf die Bibliotheken überträgt.“ (Danowski/Heller 2007:131) Im „Manifest“ der deutschen Bibliothek 2.0-Bewegung ist gar von einem Paradigmenwechsel die Rede: „Der konsequenten Ausrichtung der Dienste und Angebote auf die Benutzer. Und mehr noch, es kann sogar eine Bibliothek entstehen, in der der Benutzer mitarbeitet, und so selbst Teil des Bibliotheksbetriebs wird.“ (Danowski/Heller 2006:1261)

2.2 Ausgewählte Aspekte der Bibliothek 2.0 – „Erfolge“ und fehlende Antworten

Ein zentrales Anliegen der Protagonisten dieses Dienstleistungsmodells ist die grundlegende Verbesserung des konventionellen OPACs durch die Techniken des Web 2.0 im sog. Katalog 2.0 mit Partizipation (zum Beispiel Tagging, Recommender, Bewertung), Kollaboration (zum Beispiel Social Bookmarking, Rezension), Interaktion (zum Beispiel Blog, RSS) und Mashups (zum Beispiel Verankerung von Google Buchsuche, Wikipedia), alles auf der Basis von Open Source-Produkten mit offenen Schnittstellen für eine nachhaltige Nutzung (vgl. Flimm 2007; vgl. Kneifel 2010). Ohne die Vehemenz der Kritik und den daraus resultierenden konkreten Umsetzungen in der bibliothekarischen Praxis wäre es nicht zu dieser raschen Verbreitung der Ressource Discovery Systeme in Deutschland gekommen, mehr noch: die kommerziellen Anbieter wurden stark unter Druck gesetzt, ihre Produkte schneller zu optimieren (zum Beispiel durch das Hamburger beluga-Projekt), in dem sie das umsetz(t)en was Bibliothekare ihnen vormach(t)en. Andererseits musste auch – für viele völlig überraschend – zur Kenntnis genommen werden, dass die Bereitschaft der Mehrzahl unserer Nutzer zur Partizipation wenig ausgeprägt ist (vgl. Yang 2012:22; vgl. Christensen 2010:328).

In der Auskunft 2.0 soll bibliothekarische Antwortgebung im Web 2.0 eingebunden werden durch Übernahme des „Peer-to-Peer“-Gedankens mit dem Einbringen bibliothekarischen Know Hows in „unprofessionelle“ Auskunftsnetzwerke wie „Yahoo! Clever“, „Wer weiß was?“, „Askville“ oder „Ask Meta Filter“ – also dorthin wo die Nutzer sind. Selbstverständlich gehört dazu auch die gute alte E-Auskunft via Webformular (zum Beispiel „Fragen Sie Hamburger Bibliotheken“ oder „QuestionPoint“ der Firma OCLC). Live-Chat, Auskunft per Weblog, Integration von Diensten in bibliotheksseitig angebotene Browser-Toolbars sowie die Nutzung von RSS in Sozialen Bookmarking-Diensten werden zumindest mit ihren Potentialen ins Rennen geschickt (vgl. Christensen 2007). Weder in Theorie noch Praxis konnte diese „Programmatik“ umgesetzt werden; besonders beklagenswert: Während weit über 50 % unserer primären Zielgruppe mittlerweile auf mobilen Endgeräten kommuniziert, halten sich wissenschaftliche Bibliotheken häufig davon fern.

Mit der Informationskompetenz (IK) 2.0 beschäftigt sich mit Thomas Hapke (neben Anderen wie Lambert Heller) eine „Gallionsfigur“ der deutschen IK-Vermittlungsszene federführend für die Bibliothek 2.0. Seine fünf Antworten auf die selbstgestellten Fragen seines postulierten „Verschwinden des Nutzers“ beleuchten das Thema auf der Basis eines informationswissenschaftlichen und lerntheoretischen Ansatzes: IK 2.0 umfasst demnach ein ganzheitliches Verständnis von Informations- und Lernprozessen, ist eine von vielen Schlüsselkompetenzen, beinhaltet nicht nur ein Lernen mit und durch Information, sondern verstärkt ein Lernen über Information und Wissen, stellt eine Lernerfahrung dar und die IK 2.0 nutzt schliesslich Hilfsmittel des Web 2.0 (vgl. Hapke 2007). Mit Ausnahme der besonderen Betonung des Einsatzes und der Vorstellung von (ewig neu auftauchenden) Literaturverwaltungsprogrammen in den IK-Unterricht ist es bei eher akademischen Diskussionen innerhalb der Bibliothek 2.0-Szene geblieben. [3]

Kommunikation 2.0 durch Social Media-Plattformen ist der zunächst nur zögerlich rezipierte Ansatz im Vergleich zur amerikanischen Library 2.0-Bewegung, dafür ist die Qualität der Darstellungen in Theorie und Praxis ein Gewinn für die bibliothekarische Fachwelt. Exemplarisch soll der Artikel im „Handbuch Bibliothek 2.0“ als Beleg dienen, da nicht nur die einzelnen Kanäle Facebook, Twitter, Weblog und Wiki, sondern auch Tools wie Delicious und LibraryThing angesprochen werden. Zu Beginn aller Planungen haben zunächst strategische Überlegungen zu stehen: Zielgruppen, Contents, Vernetzungsgrad der Zielgruppen, Wahl der passenden Kanäle, um dann Argumente und Ideen für die Inhalte zu finden (vgl. Schadt/Euler/Eichel 2010). Das Blog und RSS als Tools für die Kommunikation mit den Nutzern von Bibliotheken, vor allem aber auch in einer vernetzten Fachcommunity, ist zentraler Bestandteil des Anliegens der deutschen Bibliothek 2.0-Bewegung.

2.3 Bedeutung der Bibliothek 2.0 für das deutsche wissenschaftliche Bibliothekswesen

Auch wenn es ohne Web 2.0 keine Bibliothek 2.0 gäbe, so ist doch mittlerweile einiges, wenn auch nicht alles anders geworden. In nur sechs Jahren haben die Protagonisten der Bibliothek 2.0 ganz erheblich zur Beschleunigung der Akzeptanz, vor allem zur Einführung von Web 2.0-Tools im deutschen hochschulbibliothekarischen Alltag beigetragen: Resource Discovery Systeme und die Kommunikation durch Social Media-Angebote (inklusive Blogs und RSS) sind dafür bereits ausreichender Beleg. Es hat eine starke Vernetzung der bibliothekarischen Fachwelt national und vor allem international durch Einsatz von Facebook + Co stattgefunden, so dass hier durchaus von einer „Biblioblogosphäre“ gesprochen werden darf. Den bibliothekarischen Bloggern und Twitterern gelingt dabei, eine wesentlich beschleunigte Trendwahrnehmung international (zum Beispiel gegenwärtig zu Massive Open Online Courses (MOOCs) oder Open Educational Ressources (OER)) in die Fachwelt zu kommunizieren. [4]

Als Ausdruck gar einer „grass-roots movement“ können die neuen Formen der bibliothekarischen Fortbildung bezeichnet werden: BibCamp, InfoCamp, Zukunftswerkstatt, Unkonferenz oder LIS-Corner auf der Frankfurter Buchmesse mögen als Schlagworte genügen. Grundlegend für Rezeption, Akzeptanz und Umsetzung der Bibliothek 2.0 waren allerdings die Fortbildungsaktivitäten einiger Key Player selbst: Stabenaus deutsche Adaption des Selbstlernkursus Lernen 2.0 von Helene Blowers (vgl. Hauschke/Stabenau 2010) und die zahlreichen Informationsmaterialien, Fortbildungsaktivitäten aufgehängt bei den traditionellen Weiterbildungsinstitutionen und die Blogbeiträge in netbib von Jürgen Plieninger sind hier zu nennen. [5] Auch der Stellenwert in der Sensibilisierung des bibliothekarischen Berufsstandes im Hinblick auf die Beschränkungen des Urheberrechts, der Kennzeichnungspflicht in allen öffentlich zugänglichen Publikationen, das Propagieren der Creative Commons-Lizenzen und des Open Access-Gedankens kann nicht hoch genug veranschlagt werden.

2.4 Zwischenfazit

Das zuweilen zu beobachtende „Gutmenschentum“ (oder auch „Klerikale“) einiger Vertreter der deutschen Bibliothek 2.0-Bewegung hat zuweilen in der Fachwelt eher geschadet als genutzt. [6] Dennoch ist es nicht zu einem „Richtungsstreit“ wie im Öffentlichen Bibliothekswesen des 20. Jahrhunderts gekommen, auch weil die Adaption der Bibliothek 2.0 durch die (vermeintlichen) „Traditionalisten“ doch erstaunlich schnell vollzogen wurde. Von der Nichtanwendung des Bibliothek 2.0-Gedankenguts hängt jedoch nicht die zukünftige Daseinsberechtigung der wissenschaftlichen Bibliotheken ab (vielleicht mit Ausnahme der Implementierung der Discovery Systeme). [7] Nicht wegzudiskutieren ist allerdings auch, dass wissenschaftliche Bibliotheken weltweit aufgrund der technologisch-kommerziellen Entwicklungen weiter an Boden verloren haben.

3. Herausforderungen für das wissenschaftliche Bibliothekswesen

Hochschulbibliotheken haben ihre Monopolstellungen sowohl in der Informationsversorgung (Ausgangspunkt für Recherchen: Google; Start für die Nutzung einer Wissensbasis: Wikipedia) als auch in der wissenschaftlichen Literaturversorgung schon lange verloren (nicht nur im Printbereich), zum Beispiel durch die Verfügbarkeit „freier (Verlags-)Volltexte“ mit Suchmaschinen im Web, neue Geschäftsmodelle traditioneller Verlage, aber auch durch die Marktpräsenz neuer Player wie PaperC, Aggregatoren, Publishing on Demand-Verlagen. [8]

Angesichts der Übermacht der e-Infor-mationsangebote im Netz werden sich wissenschaftliche Bibliotheken letztlich von Geschäftsfeldern und Traditionen zwangsläufig verabschieden und neue Angebote entwickeln müssen: „Ownership“ und das Prinzip der Vorratshaltung der Printmedien („Just in Case“) müssen zugunsten der Bereitstellung von Zugängen („Access“) in welcher medialen Form auch immer aufgegeben werden, aber nur, wenn wirklich Bedarfe zu befriedigen sind („Just in Need“). Wenn sich Bibliotheken hier nicht schnellstmöglich ihre Geschäftsgrundlagen ändern, beschleunigt sich der Prozess der Zurückdrängung der Hochschulbibliotheken in ihrer zentralen Rolle als Informationsversorger der Hochschulen. Es steht aber zu befürchten, dass ein solcher (längst eingeleiteter) Paradigmenwechsel vielleicht die Vorstellungs- und Gestaltungskraft eines nicht geringen Teils der jetzigen Generation deutscher Bibliotheksleitungen übersteigt.

Die seit Jahren anhaltenden exorbitanten Preissteigerungen bei den Zeitschriften (nicht nur durch die Shareholder Value-Geschäfts-politik des bekannten Elsevier-Verlags), aber auch im E-Bookbereich (UTB in Deutschland), sowie die gleichzeitig steigenden Publikationszahlen nur allein der Verlagsbranche reduzieren die Versorgungsleistungen der Hochschulangehörigen in zusätzlichem Masse.

Bei den bereits in Ansätzen absehbaren Entwicklungen im Semantic Web (3.0) beziehungsweise dem Internet der Dinge (Web 4.0) geht es darum, all die in menschlicher Sprache ausgedrückten Informationen im Internet mit einer eindeutigen Beschreibung ihrer Bedeutung zu kennzeichnen, die auch von Computern „verstanden“ oder zumindest verarbeitet werden kann. Ureigenstes Terrain von Bibliotheken für den Medienbereich!

Der begonnene Umbau der Infrastruktur des deutschen Wissenschaftssystems (als Stichworte müssen genügen: Forschungsdaten, virtuelle Forschungsumgebungen, Exzellenzuniversitäten, ausser- und universitäre Forschung) (vgl. KII 2011) wird das wissenschaftliche Bibliothekswesen nachhaltig beeinflussen, auch wenn Bibliotheken in den Planungsüberlegungen doch eine eher marginale Rolle spielen – sehr zum Verdruss der Sektion 4 des DBV.

Mit den urheberrechtlichen Einschränkungen und der zum Teil restriktiven Lizenzierungspolitik der Verlagsbranche wird die Bibliothekswelt wohl (vorerst?) leben müssen: Eine Wissenschaftsschranke im Urheberrecht steht trotz aller Lobbyarbeit nicht vor 2014 zu erwarten (wenn überhaupt), die verlegerische Geschäftspolitik diktiert nicht die Politik (und schon gar nicht die Bibliothekswelt), eher verhält es sich umgekehrt.

Die primäre Nutzergruppe der Hochschulbibliotheken hat sich verjüngt und zeitigt zwangsläufig kürzere Verweilzeiten: Die Verkürzung auf G8 im deutschen Schulwesen und die Bachelor-/Masterumstellung sind Faktoren, die es in der Informationsversorgung ihrer Klientel zu beachten gilt. Mit Auskunftsnetzwerken wie „Yahoo! Clever“ et. al. haben Hochschulbibliotheken ein ureigenstes Geschäftsfeld verloren, ob sich die wissenschaftlichen Informationsspezialisten dem Peer-to-Peer-Geschäftsmodell ausserhalb der Bibliothek verschreiben, steht erheblich in Zweifel zu ziehen.

4. Antworten auf Herausforderungen [9]

Auf diese zunehmende Komplexität bibliothekarischer Arbeit in einer sich rasant verändernden Umwelt konnte und kann Bibliothek 2.0 nur begrenzt Lösungswege anbieten, geschweige denn (konkrete) Antworten geben. In welchen bibliothekarischen Arbeitsfeldern könnten aber konkret zukunftsträchtige Strategien und Massnahmen entwickelt werden?

Im Erwerbungsbereich gilt es, die finanziellen Rahmenbedingungen durch eine Intensivierung der Konsortien- und Kooperationsbildung (besonders unterhalb der regionalen Ebene) und durch eine wesentlich stärkere Betonung der „Pay per View“-Verfahren zu optimieren. Die Bedürfnisse aus sich verändernden Informations- und Nutzungsverhalten der Studenten als der primären Nutzergruppe werden nur durch eine konsequente Ausrichtung auf benutzergesteuerte Erwerbungsmodelle (Patron Driven Acquisition – PDA) zu befriedigen sein, unter der notwendigen Voraussetzung eines Strategiewechsels zu „Access“ und „Just in Need“. In diesen Kontext gehört auch die konkrete Umsetzung des Open Access-Veröffentlichens. Die Unterstützung des publizierenden wissenschaftlichen Personals der Hochschule durch Auf- und Ausbau einer eigenen (oder gehosteten) Infrastruktur mit institutionellem oder fachlichem Repository bis möglicherweise hin zum Angebot einer festen Kooperation mit einem Universitätsverlag. Wo gewünscht (zum Beispiel in den Geistes- und Sozialwissenschaften) ist auch Unterstützungsleistung für verlagsseitige OA-Publikationsmodelle bibliotheksseitig zu gewährleisten. Noch ist jedoch die Finanzierung bei Inanspruchnahme von OA-Modellen der Verlage nicht geklärt. Nicht jede Professur/WMA wird auf Drittmittel der Förderorganisationen zurückgreifen können oder wollen und wenn ein Publikationsfonds der Hochschule nicht finanzierbar ist – warum nicht auf den Bibliotheksetat zugreifen? Diese Gefahr wird seitens der Bibliothekswelt gegenwärtig völlig unterschätzt. Andererseits: Warum soll die öffentliche Hand nicht gleich komplett den gesamten Veröffentlichungszyklus (Produktion, Publikation, Rezeption) finanzieren? Wäre Lobbyarbeit seitens des wissenschaftlichen deutschen Bibliothekswesens vergebene Liebesmühe angesichts der Dominanz der Verlagswelt und anderer Player?

Die Einführung von Ressource Discovery Systemen (RDS) als Ausgangspunkt für die Suchen nach wissenschaftlicher Fachinformation durch die eigene Hochschulklientel hat im wissenschaftlichen Bibliothekswesen der Bundesrepublik bereits beachtliche Fortschritte erzielt. Die Gefahr dabei ist allerdings, dass RDS gegenwärtig in althergebrachter Manier bibliothekarisch zunehmend „überdimensioniert“ werden. [10] Durch die Vielfalt an kommerziellen Angeboten (Summon, EDS, Primo Central, WorldCat Local) und dem Wildwuchs durch Eigenentwicklungen (vorrangig mit Open Source Produkten wie VuFind, Solr/Lucene) besteht die begründete Gefahr, dass trotz der wesentlich verbesserten Suchoberflächen und bereits realisierten Indexierungstechnologie der bereits eingeführten RDS die studentische Klientel weiterhin vornehmlich bei Google starten wird. Wie es deutsche Bibliotheksleitungen und die Referenten in den Länderministerien zulassen können, dass IT-Abteilungen ihrer Kreativität und ihrem Ehrgeiz freien Lauf lassen dürfen und nicht zumindest auf regionaler Ebene (wie in Sachsen) gemeinsam entwickeln, wird sich einem Aussenstehenden wohl kaum vermitteln lassen.

Die dritte grosse Herausforderung, der sich das deutsche universitäre Bibliothekswesen stellen muss, ist die räumliche Umgestaltung der Bibliothek zum Lernort. [11] Erst auf der Grundlage von elaborierten Aussonderungsprofilen (wie zum Beispiel der gedruckten Medien aus den Nationallizenzen), ggf. auch der kooperativen Speicherung von Printbeständen entsprechend differenzierter Ausleihstatistiken, wird man sich einem kontinuierlichen Um- und Ausbau des Bibliotheksraumes zuwenden können. Diese Herausforderung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit einer vollständig geänderten Erwerbungsphilosophie einer Institution und erfordert seitens der Bibliotheksleitungen Mut, Durchsetzungskraft und vor allem Kreativität.

Die Vermittlung von Informationskompetenz gehört zum Kernkompetenzbereich einer deutschen Hochschulbibliothek. Die ausserordentlichen Fortschritte der letzten 15 Jahre lassen sich eindrucksvoll auf der Plattform www.informationskompetenz.de des Kompetenz-netzwerks für Bibliotheken mit Standards, Materialien- oder Veranstaltungsstatistik belegen. Und doch: Weit über die Hälfte aller angebotenen Veranstaltungen sind nicht obligatorisch im Curriculum verankert. Selbst wenn dies überhaupt vor Ort angestrebt sein sollte, wird gern auf die grossen Studentenzahlen verwiesen, die personell nicht zu bewältigen seien. Zugegebenermassen ist die Quantität und Qualität des Personaleinsatzes ein unbedingt zu berücksichtigender Faktor, der aber mit den Möglichkeiten des Blended Learnings oder gar reinen Online-Kursen (E-Learning) als Selbstlernkurse oder als kollektive Lernumgebungen (mit Web 2.0-Tools wie Wiki, Blog, Forum und Chat) durchaus weniger ins Gewicht fallen könnte. Denn leider dürfte für einen nicht kleinen Teil der Hochschulen gelten: Ohne curriculare Verankerung keine universitäre Reputation! Als ein wichtiges Indiz dafür müssen die Empfehlungen der KII (2011) angesehen werden. Die Koordination aller Aktivitäten beim geplanten Umbau des deutschen Wissenschaftssystems für den Bereich der Informationskompetenz ist in diesem Papier der Hochschulrektorenkonferenz zuerkannt worden – und nicht den Bibliotheken (vgl. HRK 2012). Zudem muss sich die Teaching Library inhaltlich fragen lassen, was sie eigentlich (lerntheoretisch: problemlösungsorientiert; didaktisch: E-Learning) vermitteln will angesichts der dynamischen Entwicklung der weitestgehend selbsterklärenden RDS? Hier muss vielerorts eine neue Richtung hin auf das wissenschaftliche Arbeiten (Plagiat, Zitat, Urheberrecht, wissenschaftliches Schreiben und Publizieren, Literaturverwaltung, Web 2.0-Tools) eingeschlagen werden. Das wird allein die Garde der Fachreferenten nicht bewerkstelligen können und Unterstützung durch den gehobenen Dienst benötigen. [12]

Eine Auskunft 2.0 im Sinne von Christensen (2007) wird es nicht geben – der Zug ist hier wohl endgültig weitergefahren ohne dass deutsche Auskunftsbibliothekare je ernsthaft in diesen Zug eingestiegen wären – Beratung hatte nie eine (organisatorische und mentale) Priorität im wissenschaftlichen Bibliothekswesen der Bundesrepublik. Dennoch: Auskunftsangebote über verschiedene Kanäle (Webformular, Instant Messaging Chat, Skype, SMS, Blog) sind für jede Einrichtung unverändert neu zu entwickeln, zu positionieren und in organisatorische Abläufe zu giessen, sei es nun auf Social Media- und Lernplattformen, in Datenbanken, Discovery Systemen [13] oder bibliothekarischen Nachweissystemen wie der EZB oder DBIS – alle Angebote müssen mobil dem studentischen Nutzer direkt auf seinem Tablet, Notebook oder Smartphone zugänglich sein.

Die Katalogabteilungen der Bibliotheken waren schon immer Metadatenproduzenten mit höchsten Qualitätsansprüchen. Einen Quantensprung für das wissenschaftliche Bibliothekswesen würde es bedeuten, den Herausforderungen des Semantic Web erfolgreich begegnen zu können. Mit Linked (Open) Data werden Web Standards entsprechend internationalen Regelwerken anzuwenden sein, um im Internet publizierte Daten so zu klassifizieren, dass sowohl (Such-)Maschinen als auch Menschen sie verstehen können. Eine potentielle Konkurrenz für Bibliotheken ist langfristig jedoch in der automatischen Inhaltserschliessung im Text Mining durch Verfahren der künstlichen Intelligenz zu sehen. Dennoch tut sich mit LOD ein qualitativ hochwertiges Betätigungsfeld für die Data Managers der wissenschaftlichen Bibliotheken auf.

Die Bibliotheksleitungen deutscher Hochschulen werden mittelfristig nicht länger umhin können, die mancherorts bereits eingeleitete funktionale Einschichtigkeit der Zentralen Einrichtungen ihrer Institutionen weiter voranzutreiben: Rechenzentrum, Medienzentrum (E-Learning), Hochschuldidaktisches Zentrum/Weiterbildung, Fernstudium, Studierenden-Service und Bibliothek müssen und sollten vielleicht auch gar nicht fusioniert, aber zu wesentlich verstärkter Kooperation angehalten werden, um die komplexen Aufgaben bewältigen zu können, die vor allen Beteiligten liegen und definitiv schon jetzt nicht mehr allein zu bewältigen sind.

Im Personaleinsatz sind durch die flächendeckende Einführung von Selbstverbuchungssystemen (leider aber auch häufig durch die „unfreiwillige“ Aufgabe der Auskunftsfunktion) in den Benutzungsabteilungen der wissenschaftlichen Bibliotheken genauso Kapazitäten frei geworden wie in den Medienbearbeitungsstellen durch die fulminanten (auch potentiell noch möglichen) Steigerungen in der Fremddatenübernahme (trotz oder gerade auch wegen des E-Book-Bereichs). In zunehmendem Masse müssen hier Personalkapazitäten in Projektarbeiten für neue (häufig qualitativ anspruchsvolle) Dienstleistungen zur Lösung von Spezial- und Problemfällen einfliessen: Embedded Librarian/Liaison Officer für den höheren Dienst, Data Curator, embedded eBrarian oder Multimedia Supporter für den gehobenen Dienst sowie Mobiler Kundeninformationsdienst oder Departmental Informationist für den mittleren Dienst sollen hier als Schlagworte genügen. Diese Anforderungsprofile lassen sich nicht allein durch den demografischen Wandel in der Altersstruktur in den einzelnen Hochschulbibliotheken realisieren. Für die fachliche Qualifizierung neuer Mitarbeitergenerationen bedarf es hier einer permanenten Veränderung der Curricula durch die Studienreformausschüsse der bibliothekarischen Ausbildungsstellen. [14] Aber auch dies dürfte kaum ausreichen, um die gewünschten Effekte zu erzielen ohne organisatorische Veränderungen auch an den deutschen ausbildenden Einrichtungen einzuleiten; insbesondere ein Zusammengehen mit anderen Departments/ Fakultäten wie der Informatik oder der Erziehungswissenschaft sollte nicht ausgeschlossen werden.

Bei den absehbaren Anforderungen an die Mitarbeit am Aufbau von virtuellen Forschungsumgebungen, aber auch die Verantwortlichkeiten bei der Langzeitarchivierung von E-Dokumenten beziehungsweise der Digitalisierung von Spezialbeständen können und sollten kleinere und mittlere Universitätsbibliotheken in erster Linie über die jeweiligen Verbundinfrastrukturen operieren, da lokale Kapazitäten und fachliches Know How dafür nicht ausreichend vorhanden sein dürften und auch nicht sollten.

5. Résumée

Weder ein Nachruf auf noch der Entwurf einer Utopie für das deutsche wissenschaftliche Bibliothekswesen (vgl. Hapke 2011) ist hier skizziert. Beide „Gesänge“ vernimmt man mehr oder weniger täglich sowohl in der Biblioblogosphäre als auch in den Medien. Fast ausschliesslich realitätsnahe Themen bibliothekarischer Arbeit aus den Bereichen Erwerbung, Katalog, Lernort, Informationskompetenz, Auskunft, Metadaten, organisatorische Verankerung in der Hochschule sowie Personaleinsatz und Ausbildung sind in ihren Herausforderungen mit den entsprechenden „Antworten“ angerissen worden. Manche Antworten sind nicht gerade neu und längst bekannt, andere müssen von den Bibliotheken wiederum als „radikale Lösungen“ akzeptiert werden, weil die Herausforderungen es ihnen so abverlangen. Die Organisation Bibliothek soll und wird sich auch weiterhin evolutionär entwickeln, nur die Geschwindigkeit hat sich durch externe Faktoren zwangsläufig erheblich erhöht. Entscheidend werden aber nicht nur organisatorische oder funktionale Um- und Neuorientierungen sein, sondern (zum Teil grundlegende) Änderungen im Selbstverständnis des bibliothekarischen Berufsstandes. Diesen Einstellungswandel beschleunigt zu haben ist wohl das grösste Verdienst der Bibliothek 2.0-Bewegung in Deutschland [15] – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die besondere Fokussierung der Bibliothek 2.0 auf die zahlenmässig bei weitem wichtigste Zielgruppe deutscher Hochschulbibliotheken müssen sich die Bibliotheksleitungen deutscher Hochschulen viel stärker zu eigen machen: Die Studenten, ohne dabei die Wissenschaftler aus den Augen zu verlieren.


[1] In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit nur die männliche Schreibweise verwendet. Die weibliche Form ist selbstverständlich immer mit eingeschlossen. Die in diesem Artikel geäusserten Meinungen sind ausschliesslich die persönliche Sicht des Verfassers und repräsentieren nicht die Bibliothekspolitik der Bibliothek der Helmut-Schmidt Universität. Ich danke den Kollegen Dörte Böhner und Thomas Hapke für interessante Anregungen zu diesem Artikel.

[2] Der Begriff Library 2.0 wird hier verkürzt mit Bibliothek 2.0 gleichgesetzt. Eine theoretische Auseinandersetzung mit den Inhalten beider Begrifflichkeiten wäre nur rein akademischer Natur.

[3] Vgl. beispielsweise den Bericht über die Diskussion beim 10. Treffen der AG Informationskompetenz auf der 14. Verbundkonferenz des GBV http://www.gbv.de/wikis/cls/AGIK_GBV10 [Stand: 09.03.2013].

[4] Dezent wird dabei allerdings von der bibliothekarischen Blogger- und Twitterer-Szene ausser Acht gelassen, dass derartige Aktivitäten zu nicht geringen Anteilen während der regulären Arbeitszeiten erfolgen und nicht unmittelbar mit den eigentlichen beruflichen Aufgaben, nämlich dem täglichen Dienst am „Kunde König“ zu tun haben, auch wenn Edlef Stabenau schreibt: „Andere Weblogs werden […] meist ausserhalb der Arbeitszeit gelesen. […] Feeds liest man dann, wenn ein paar Minuten Zeit vorhanden sind. […] Aber natürlich wird auch viel direkt gebloggt.“ (Stabenau 2007:216-217)

[5] Ganz ausgezeichnet der Handbuchartikel von Plieninger/Thieme (2010) oder Bergmann/Plieninger (2012) zur Arbeitsorganisation 2.0.

[6] „In unseren Augen stellt die Bibliothek 2.0 eine wesentliche Verbesserung der Bibliothek dar […] hinderlich beim Erreichen dieses Ziels ist oft […] vielmehr ein tief sitzendes Widerstreben gegen die Prinzipien des Web 2.0, die mit konservativen ‚bibliothekarischen‘ Werten nicht vereinbar scheinen.“ (Bergmann/Danowski 2010:6)

[7] So halten etwa die Universitätsbibliotheken in Kiel oder Oldenburg immer noch den Einsatz von Social Media-Kanälen für ihre Nutzer für entbehrlich.

[8] Die wissenschaftlichen Bibliotheken sind zwar für viele kleinere und mittlere Verlage die „cash cow“ auch im E-Book-Bereich geblieben, dennoch haben sich auch hier die Geschäftsmodelle Richtung Enduser verändert. Man würde sich doch ein wenig mehr „Härte“ seitens der wissenschaftlichen Bibliotheken mit ihrer Einkaufsmacht wünschen, denn diese sind zwar Geschäftspartner der Verlage, Zwischenhändler und Aggregatoren, aber alle Player kämpfen um ihre Existenz am Markt.

[9] Aus den oben genannten Herausforderungen können nur einige wenige Antworten angerissen werden, um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen.

[10] Die Suchoberflächen zum Beispiel der kommerziellen Plattform EDS der Firma EBSCO oder aber auch der Bremer Eigenentwicklung ELIB zeigen sich absolut auf der Höhe der Zeit, dürften aber die Mehrzahl unserer Zielgruppen überfordern.

[11] Zum neuesten Stand der Lernortdiskussion vgl. Sühl-Strohmenger (2012) im Kapitel 4.

[12] In der HAW Hamburg, Fakultät DMI, Department Information liegt mittlerweile ein Studienschwerpunkt in der Ausbildung zum Teaching Librarian.

[13] Das kommerzielle Summon Discovery-System bietet zum Beispiel die Integration des Chat-Widgets von LibraryH3lp.

[14] Diese permanente Revision der Studieninhalte ist zwar schon jetzt Realität, nur das Tempo der Veränderungen in Studien- und Prüfungsordnungen lässt zum Teil erheblich zu wünschen übrig.

[15] Mit Klaus Tochtermann als Direktor der ZBW (Deutsche Zentralbibliothek Wirtschaftswissenschaften) hat sogar ein „Vertreter“ der Web 2.0-Bewegung erstmalig eine Bibliotheksleitung übernommen (Tochtermann ist von Haus aus Medieninformatiker).

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Werner Tannhof ist stellvertretender Bibliotheksdirektor, Leiter der Benutzungsabteilung und Fachreferent für Bildungs- und Erziehungswissenschaft, Psychologie, Philosophie, Soziologie, Buch- und Bibliothekswesen an der Universitätsbibliothek der Helmut-Schmidt-Universität, Holstenhofweg 85, D-22043 Hamburg, Tel.: ++49 40 6541 2715, E-Mail: werner.tannhof@hsu-hh.de